Oralophobie (Zahnbehandlungsangst) ist weit verbreitet, professionelle Hilfe dagegen ist (noch) rar


In Deutschland haben ca. 12 Millionen Menschen Angst, zum Zahnarzt zu gehen, doch die wenigsten reden darüber, weil sie sich schämen. Auch hier kann mit der Psychokinesiologie nach Dr. med. D. Klinghardt und einem Anti-Angst-Training geholfen werden.

Was versteht man unter Zahnbehandlungsangst oder Oralophobie?
Menschen, die Angst vor der zahnärztlichen Behandlung haben, haben Angst vor Spritzen, Bohrgeräuschen, Schmerz, Gerüchen, Zahnsteinentfernung, beleidi-genden Kommentaren etc. Zusätzlich leiden sie unter körperlichen Reaktionen vielfältigster Art. Ihre Lebensqualität ist eingeschränkt, die sozialen Kontakte vermindert. Manche haben Depressionen und natürlich gesundheitliche Schäden im Mundorgan, die sich wiederum auf den ganzen Körper auswirken.

Ist Oralophobie angeboren oder vererbt?
Kein Mensch wird mit Oralophobie geboren. Entweder sind eigene schlechte Erfahrungen bei einer Zahnbehandlung gemacht worden oder nahe Angehörige haben von ihren eigenen Ängsten berichtet und diese auf die jüngeren Familienmitglieder übertragen. In vielen Fällen ist es auch so, dass Menschen in ihrer Kindheit oder Jugend Traumata erlebt haben (z.B. sexuelle Übergriffe) und die Oralophobie eine der Folgen des Traumas ist.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Die Behandlung der Oralophobie geschieht bei mir nach dem gleichen Prinzip, wie ich es unter der Rubrik Ängste und Panikattacken bereits geschildert habe. Wenn diese Begleitung nicht ausreicht, damit Sie angstfrei zum Zahnarzt gehen können, kann ergänzend dazu noch ein Anti-Angst-Training in der Vorstellung angewandt werden.

Sehr erfolgreich ist das Anti-Angst-Training direkt in der Zahnarztpraxis.
Dazu braucht es einen psychotherapeutisch ausgebildeten Zahnarzt und entsprechend geschulte Helferinnen, die den Patienten behutsam und verständnisvoll Schritt für Schritt in die Behandlungssituation hineinführen. Die Patientin lernt in diesem Training, die allerersten Anzeichen für Angst wahrzunehmen und - wenn es ihr zuviel ist - die Behandlung zu unterbrechen. Eine Pause oder ein Spaziergang kann genügen, um sich wieder stark genug zu fühlen, die Behandlung am gleichen Tag oder an einem andern Tag fortzusetzen. Wichtig hierbei ist, dass die Patientin anfangs jederzeit die Kontrolle über die Situation behält. Ziel dieses Trainings ist, dass die Betroffenen fähig werden, sich an ihrem Wohnort ohne Angst einer zahnärztlichen Behandlung zu unterziehen. Leider wird dieses Verfahren bis jetzt nur in Deutschland angeboten (siehe: www.oralophobie.de).

Wie lange dauert die Behandlung?
Das ist individuell sehr verschieden. Es muss mit mehreren Sitzungen gerechnet werden.